Die Nacht

Nun doch noch etwas ruhigeres….


Die Sonne verschwand hinter dem Hügel,
Schwalben spannten zum letzten mal ihre Flügel.
die Nacht kam so plötzlich über die Welt,
weil keiner sie von ihren Zügen abhält.

Schon längst an sind die Laternen,
auch sie können die Dunkelheit nicht entfernen.
So nah und doch in weiter Ferne
glitzern am Horizont die ersten Sterne

Das Kind hat aufgehört zu schreien,
der Hund beendet seine Bellereien.
So schön ihre Stimmchen auch klingen,
nun hört selbst der letzte Vogel auf zu singen.

Man sieht ein Licht, hört leise ein Gemunkel,
klein wenig später ists wieder still und dunkel.

So nimmt die Nacht ihren Lauf…
und auch ich steige bald ins Bett hinauf.

Der Mensch unmenschlich



Der Mensch ist ein Vagabund,
er quält andere ohne Grund.
Der Mensch möchte gern verletzen
und andere ausser Kraft setzen.

Der Mensch ist voller Hass,
er tötet nur aus Spass.
Der Mensch ist kein Gewinn,
er führt Kriege ohne Sinn.

Der Mensch vergisst die Pflicht
und führt andere hinters Licht.
Der Mensch nimmt andere Menschen aus
und kriegt dafür noch Applaus.




Und doch wird der Mensch als menschlich bezeichnet, wenn man gut von ihm spricht…

Gedicht zur Nacht

Es ist ein User in wilder Hetze,
der sich treibt durch Nacht und Netze.
Er hält das Windows fest im Auge
an dessen Funktion – oh Wunder - er immer noch glaube.

„Oh mein Windows, den betrübtes Gesicht!“
„Geliebter User, siehst du das Virus nicht,
das Macro, den Trojaner und den Wurm?“
„Oh mein Windows - es ist bloss ein Datensturm“

„Geliebter User, oh hörst du es nicht,
wie das Virus leise zu uns spricht?“
„Geduld mein liebes Windows-Kind,
es ist bloss das Modem, das wieder mal spinnt.“

Da spricht zum Windows der Bösewicht,
Es nimmts zu sich, von Angesicht zu Angesicht:
„Meine Macros werden dich schütteln,
Dateien löschen und Byts durchrütteln!“

„Geliebter User – schau mal dort-
Ein böses .EXE am düsteren Ort!!“
„Danke mein Windows, nun seh ichs genau-
es glimmer der alte Schirm nur noch in grau“

Da flüstert das Unheil wieder zu:
„Dich lästiges Windows lösch ich im Nu!“
„Geliebter User, ich bin nicht vergnügt,
der Trojaner hat mir Leid zugefügt!“

Beim geliebten User beginnt die Panik,
verflucht sehr schnell die Windows-Technik.
Zieht den Stecker mit Müh und Not
doch zu spät – Das System bleibt tot!


eine freie Interpretation von Goethe