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Kopfschmerzen

Seit rund zwei Wochen leide ich an Kopfschmerzen.
Manchmal ist es “bloss” ein lokaler Druck, sehr oft schmerzt mir mein ganzer Kopf, insbesondere in der Region des rechten Frontallappen, so stark, dass ich kaum noch stehen, geschweige denn andere Aktivitäten machen kann.

In der ersten Woche machte ich mir nicht wahnsinnig grosse Sorgen, da ich schon mit Kopfschmerzen gross geworden bin und sehr anfällig für alle Arten von Kopfschmerzen bin. Durch das hab ich ein grosses, privates Lager an Schmerzmitteln, konnte mich selbst einigermassen gut behandeln und trotzdem dem „normalen“ Tagesablauf nachgehen und sogar einigen Einladungen folgen.

Nach einer Woche mit Schmerzen, Schläfrigkeit, Schwindel, Konzentrationsstörungen und gelegentlicher Übelkeit war es mir doch genug und ich kontaktierte am Freitag meine Hausärztin.

Auch sie fand die weiterhin andauernden Schmerzen nicht normal und untersuchte in der Sprechstunde allerlei Reflexe - Keine Auffälligkeiten.
Sie vermutete (wie ich auch), dass es eine besonders starke und lang anhaltende Migräne war oder es von chronischen Verspannungen in meinem Nacken kommt.

Sie verschrieb mir ein muskelrelaxierendes Medikament und ein neues Schmerzmittel, da sich mein Körper an Dafalgan und Ponstan gewöhnt haben könnte.
Das muskelrelaxierende Medikament sollte die Verspannungen in meinem Nacken lösen und somit auch meine Schmerzen beseitigen, falls sie von da her kommen.

Abschliessend meinte meine Ärztin, dass ich mich über das Wochenende weg entspannen sollte, Sie mich gerne am Montag wieder sehen würde und falls die Schmerzen anhalten oder gar schlimmer werden sollten, ich mich notfallmässig in ein Krankenhaus begeben sollte.

Und so lag ich den restlichen Freitag im Dunkeln und versuchte den Schmerz zu verdrängen. Leider klappte dies nicht wie gewünscht.

Am 1.August schonte ich mich bis am Abend und ging wie geplant an eine kleine Feier. Ich war die einzige, die mit einer Strickjacke bei den doch mehr als sommerlichen Temperaturen auf der Bank sass. Nach rund einer Stunde war es mir zu laut und hell draussen und ich ging wieder nach Hause.

In der Nacht auf den Montag war der Schmerz nicht ertragbar, mir war schwindlig und übel. So fuhr man mit mir ins Spital.
Kurz nach der Anmeldung durfte ich mich immerhin hinlegen in einem Bett der Notfallstation
Nach insgesamt über einer Stunde Wartezeit in grellem Licht kam die Notfallärztin zu mir und fragte mich nach meinen Beschwerden.

Fieber hatte ich keins, der Blutdruck war in Ordnung.
Wiederum testete man meine Reflexe, liess mich mit geschlossenen Augen einige Schritte gehen oder auf einem Bein stehen – Wieder keine Auffälligkeiten.
Nochmals ein Schmerzmittel in der Kombination mit Dafalgan.

Morgens um drei Uhr wurden die Schmerzen etwas weniger und fragte man mich dann, ob ich eine stationäre Aufnahme wünsche oder doch lieber mit dem Schmerzmittel nach Hause gehen möchte. Für ein Notfall-CT sähe man keinen Grund.
Da ich den Duft vom Krankenhaus – ja den gibt’s tatsächlich – generell unausstehlich finde, entschied ich mich für die zweite Variante und hoffte, vielleicht daheim noch ein oder zwei Stunden Schlaf zu erwischen.

Ich begab mich am darauf folgenden Morgen wiederum zu meiner Hausärztin, die den Bericht vom Krankenhaus zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht hatte. So war Sie auf meine Schilderungen angewiesen – Ganz toll für meinen Kopf, der unter der Belastung der Erinnerung noch mehr schmerzte.

Da ich keine Besserung durch das muskelrelaxierende Medikament verspürt hatte, schickte Sie mich zum MRI ins Röntgeninstitut in Baden.

Auch die scheinen eine Sommerflaute zu haben, da ich den Termin bereits eine Stunde nach dem Anruf meiner Hausärztin hatte.

Zuerst war ich ungefähr 15 Minuten in der Röhre, dann sollte mir ein Kontrastmittel gespritzt werden. Als erstes erwischte man eine Rollvene – höllische Schmerzen waren die Reaktion des Einstiches. Dann suchte man am anderen Arm nach einer Vene, leider ohne Erfolg.
Zurück zum ersten Arm, wo man dann mit Müh und Not eine zweite Vene gefunden hat, die sich dann glücklicherweise auch für die Injektion des Kontrastmittels eignete. Während des ganze Prozesses durfte ich mich nicht bewegen, da im Anschluss nochmals 15 Minuten im MRI bevorstanden.

Nach der Beendung der Prozedur flüchtete ich regelrecht.

Die Aufnahmen vom Kopf sind mittlerweile beim Neurologen eingetroffen und ich warte auf einen Bescheid oder wenigstens eine Vermutung.

Die Schmerzen und der Druck im innern des Kopfes sind noch immer da. Mittlerweile habe ich mich aber wohl daran gewöhn und ich bin wieder fähig, einigermassen erfolgreich meine Arbeit auszuführen.

Wieso ich trotz ärztlichem Zeugnis arbeite? Ich werde wahnsinnig zu Hause. Ich kann mich nicht beschäftigen oder vom Schmerz ablenken. Da ist es schon sinnvoller, wenn ich arbeite.
Der Schmerz ist dann wenigstens teilweise etwas schwächer.

Nach Feierabend werde ich mich wieder ins Bett legen, Medikamente nehmen und hoffen, dass ich mehr als nur ein paar Stündchen schlafen kann. Vielleicht sogar 12h an Stück – Müde genug wäre ich.

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