, Gedicht zur Nacht
Gedicht zur Nacht

Es ist ein User in wilder Hetze,
der sich treibt durch Nacht und Netze.
Er hält das Windows fest im Auge
an dessen Funktion – oh Wunder - er immer noch glaube.

„Oh mein Windows, den betrübtes Gesicht!“
„Geliebter User, siehst du das Virus nicht,
das Macro, den Trojaner und den Wurm?“
„Oh mein Windows - es ist bloss ein Datensturm“

„Geliebter User, oh hörst du es nicht,
wie das Virus leise zu uns spricht?“
„Geduld mein liebes Windows-Kind,
es ist bloss das Modem, das wieder mal spinnt.“

Da spricht zum Windows der Bösewicht,
Es nimmts zu sich, von Angesicht zu Angesicht:
„Meine Macros werden dich schütteln,
Dateien löschen und Byts durchrütteln!“

„Geliebter User – schau mal dort-
Ein böses .EXE am düsteren Ort!!“
„Danke mein Windows, nun seh ichs genau-
es glimmer der alte Schirm nur noch in grau“

Da flüstert das Unheil wieder zu:
„Dich lästiges Windows lösch ich im Nu!“
„Geliebter User, ich bin nicht vergnügt,
der Trojaner hat mir Leid zugefügt!“

Beim geliebten User beginnt die Panik,
verflucht sehr schnell die Windows-Technik.
Zieht den Stecker mit Müh und Not
doch zu spät – Das System bleibt tot!


eine freie Interpretation von Goethe

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